7.-9. Mai 2010

Im STAMPIT-Werbezusatz der IMOS wird an die Sprinterin Jutta Heine und an die überragende Ingrid Krämer erinnert, die das Kunst- und Turmspringen dominierte.

Aus dem Programm

Die Anmeldeformulare wurden den Mitgliedern mit dem Rundschreiben 144/2009 zugestellt.
Nichtmitglieder kontaktieren bei Interesse bitte info@imos-online.de

Einstimmung durch die Lokalpresse in Wolfenbüttel

Auf der Suche nach der Geschichte hinter der Postkarte

Sammler von Sportmotiven auf Briefmarken, Münzen und Erinnerungstücken planen Kongress

Von Kai-Uwe Ruf

WOLFENBÜTTEL. „Das ist etwas ganz Lebendiges. Mit dem Zählen der Zacken an den Briefmarken hat das nichts zu tun", sagt Hans-Gerd Treschnak. Der Vorsitzende des Vereins Internationale Motivgruppen Olympiaden und Sport (IMOS) kündigt den Jahreskongress seines Vereins an, der nächsten Mai im Wolfenbüttel stattfinden soll.

Vom 6. bis 9. Mai sollen 50 bis 80 Sammler zusammenkommen. Im Parkhotel und im Rathaus wollen sie sich treffen und über Briefmarken, Münzen und andere Sammelobjekte sprechen, die olympische Motive und anderen Sport abbilden.

Den Sammlern gehe es aber um viel mehr als die Objekte. „Wir versuchen, die Geschichte herauszufinden, die beispielsweise hinter einer Briefmarke oder einer Postkarte steht", sagt Treschnak. Der Vorsitzende spricht von Freistemplern und Sonderstempeln, von Briefmarken und ihren Transportmitteln. „Es geht um das Historische", sagt Ver-einsmitglied Rainer Krämer, der das Treffen in Wolfenbüttel organisiert. „Wir sind eine Forschungsgemeinschaft", beschreibt Vereinsmitglied Karl Rathjen wie er IMOS sieht.

Der Verein habe sich vor 43 Jahren zusammengeschlossen. Er habe rund 400 Mitglieder auf fünf Kontinenten. Einige Prominente des Sports seien ebenfalls darunter.

Die jährlichen IMOS-Kongresse sind laut Treschnak themengebunden. Meist finden sie in deutschen Städten statt. In Tauberbischofsheim habe man sich beispielsweise vor einigen Jahren den Abbildungen zum Fechtsport gewidmet.

In Wolfenbüttel sollen nächstes Jahr die Turngemeinschaft und die Turngeschichte sowie der Wolfenbütteler Basketball ins Zentrum rücken. Aber auch Braunschweig soll mit einbezogen werden. Ein weiteres Thema: Die Olympischen Spiele vor 50 Jahren in Rom.

Geplant sei unter anderem eine Ausstellung für die Öffentlichkeit. „Viele Erinnerungsstücke stoßen auf großes Interesse", sagt Treschnak. Das detaillierte Programm müsse al-lerdings noch ausgearbeitet werden.

Ein Sammelobjekt ist die alte Postkarte, die die Turngemeinschaft Wolfenbüttel zum Thema hat.

 

IMOS-Jahreskongress im Mai in Wolfenbüttel

Bis zu 90 Teilnehmer werden erwartet

Wolfenbüttel. IMOS - die Abkürzung dürfte vielen unbekannt sein. IMOS steht für Internationale Motivgruppen Olympiaden e.V. Der Verein hat weltweit circa 400 Mitglieder, Philatelisten, Münz- und Memorabiliasammler in vielen Ländern aller Kontinente, die sich dem Sport und den Olympischen Spielen widmen. Der Jahreskongress 2010 des IMOS findet vom 6. bis 9. Mai in Wolfenbüttel statt. Für den eigentlichen Kongress mit Vor-standswahlen am Sonnabend, 8. Mai, wird dem Verein der Rathaussaal zur Verfügung gestellt. Organisiert wird die Veranstaltung von Vereinsmitglied Rainer Krämer aus Wittmar. Gemeinsam mit ihm stellte der 1. Vorsitzende Gerd Treschnak im Kaffeehaus erste Einzel-heiten des Kongress - Programmes vor. Dabei war auch Karl Rathjen aus Schleswig-Holstein, eines der Engagiertesten IMOS - Mitglieder in Deutschland, der in diesem Jahr für seine ehrenamtlichen Ver-dienste mit dem Bundes-verdienstkreuz ausge-zeichnet wurde.

Einer der Hauptpunkte wird die Neu- bzw. Wiederwahl des gesamten Vorstandes sein. Auf jeden Fall wird sich der amtierende Vorsitzende Treschnak erneut zur Wahl stellen. Es sei seine erste Amtszeit, und die Arbeit bereits ihm viel Spaß, erläuterte er. Was macht der IMOS eigentlich? Die Mitglieder sammeln Briefmarken, Münzen oder Memorabilia. Aber nicht nur das. Der Vorsitzende erklärt: „Es kommt uns primär nicht auf das Sammeln einer seltenen Marke oder Beleges an. Wir wollen die Geschichte herausarbeiten, die dahinter steht." Der IMOS sei eigentlich eine Gemeinschaft von Forschern, die ihre Erkenntnisse untereinander austauschen. Dazu dienten die Rundschreiben und die Sonderhefte, die alljährlich anlässlich der Jahreskongresse herausgegeben würden.

Das man sich auf Wolfenbüttel als Veranstaltungsort geeinigt hat, sei eigentlich unüblich, wenn man die sonst geltenden Vergabe – Maßstäbe angelegt hätte. Zum Beispiel sportliche. So fand der Kongress 2007 in der Fechthochburg Tauberbischofsheim statt, der diesjährige in Willingen, Hochburg des nordischen Skisports. Treschnak: „Eine na-tionale bzw. internationale Sporthochburg ist Wolfenbüttel nicht, aber es birgt viele kulturelle Glanzlichter."

Thematisch werde man an die Turngeschichte und die Basketballglanzzeiten in Wolfenbüttel erinnern. Und man werde auch Braunschweig mit ins Boot holen. „Wer weiß heute noch, dass es ein Lehrer namens Koch war, der einst die Fußballregeln aus dem englischen Mutterland nach Deutschland geholt hatte", erklärte Rathjen. Und man werde sich den WM-Zug von 1954 ansehen.      khs

Der Sonderstempel zum Wahlkongress ist dem Sport- und Olympiajahr 1960 gewidmet.
Vor 50 Jahren lief Armin Hary über die 100m in Zürich als Erster 10,0 s, wenige Wochen später wurde er Olympiasieger in Rom.

 

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