Aus dem Bericht im Rundschreiben November 2008:

Die Geburtswehen dieser Ausstellung dauerten lange. Erst Ende des Jahres 2007 kam die endgültige Nachricht, dass sich während der Olympischen Sommerspiele 2008 auch die Olympiasammler wieder ein Stelldichein geben können.  Da die Ausstellung nicht unter dem Schirm der FIP stattfand, wurde die IMOS ebenso wie die anderen nationalen Organisationen der Olympiasammler von der FIPO direkt angeschrieben und gebeten, Sammlungen einzuwerben.

Auch wenn manche Bedenken geäußert wurden, schließlich ist ein Transport nach China mit wesentlich mehr Unwägbarkeiten verbunden als der Versand einer Sammlung innerhalb Europas und auch die englische Exponatbeschriftung in der ursprünglichen Ausschreibung war nicht gerade förderlich –  die IMOS-Mannschaft (zumindest deren deutscher und Schweizer Teil) war ziemlich schnell formiert.  ... 

Veranstaltungsort war das Beijing Exhibition Center, ein repräsentatives und geräumiges Ausstellungszentrum im Stalin-Stil aus den frühen fünfziger Jahren, ideal für eine Unternehmung dieser Art.  Die Rahmen wurden -auch aus Sicherheitsgründen- in geraden Reihen aufgestellt, dadurch wurde zwar Platz vergeben, doch bot sich den Zuschauern dadurch ein sehr guter Überblick über die einzelnen Objekte.

Der Auftakt war perfekt organisiert und lieferte einen Vorgeschmack auf die  nächsten drei Wochen: sehr gute Organisation, freundliche und jederzeit hilfsbereite Voluntäre.  

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgte am Vormittag des 8. August 2008. IOC-Präsident Rogge und IOC-Ehrenpräsident Samaranch waren als höchste Repräsentanten des IOC bzw. der IOC Collectors Commission ebenso zugegen wie die Offiziellen der drei anderen Veranstaltungs- partner  vom Organisationskomitee BOCOG, dem NOK Chinas und von CHINA POST.    ...

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Die gelungene Ausstellung wurde von den Zuschauern angenommen -10.000 sollen es täglich gewesen sein, wobei das Limit durch den aus Sicherheitsgründen restriktiven Kartenverkauf gesetzt wurde, wobei es schon kurios erscheint, in  einer solchen Zahl  eine Restriktion zu erkennen.

Natürlich war der größte Andrang bei den Ständen der Postverwaltungen aus vielen Ländern zu verzeichnen, allen voran den Ständen der chinesischen Post mit einem überdimensionierten Angebot an philatelistischen Souvenirs.

Wenn bisher nur von der Philatelie die Rede war, ist die OLYMPIC EXPO 2008 keinesfalls zutreffend beschrieben. Es ging um das Olympic Collecting im umfassenden Sinne. Dabei waren natürlich die Pin-Sammler mit einer individuellen Tauschecke (Coca Cola), es gab (offizielle) Angebote von Münzen. 

Doch die Kollektion des Olympischen Museums Lausanne mit Olympischen Fackeln, Medaillen, Filmen, Gemälden und Grafik u.a. mehr verdient, besonders herausgestellt zu werden. Das war gut anzusehen und machte die Ausstellung erst zum großen Ereignis im Rahmenprogramm Olympischer Spiele. 

Über die Post auf der Ausstellung wird innerhalb einer gesonderten Artikelfolge im Rundschreiben noch zu berichten sein.  

Geduld war am Stand der chinesischen Post auf dem Vorplatz gefragt. Selbst bei großer Hitze gab es lange Schlangen. Nach ersten Schwächeanfällen wurden große Schirme aufgestellt, die das Warten erträglicher machten. 

Mit  einer feierlichen Gala und der symbolischen Überreichung der Goldmedaillen wurde der offizielle Schlusspunkt am Abend des 17. August gesetzt. Die Jury - besetzt mit Juroren aus der Schweiz, Polen, China, Ruissland, Argentinien und China - vergab insgesamt 18 Goldmedaillen. Besonders erfolgreich schnitten die italienischen Sammler der UICOS ab, die fünf goldene Auszeichnungen zuerkannt bekamen. 

Von den Gold-Exponaten kamen sechs in das eigentliche Finale, darunter auch das Ausstellungsobjekt von Fritz Karpinski. Als Gold Champion wurde von der Jury der chinesische Sammler Jingbo Li („Radsport“) ausgerufen, Silver Champion wurde Vic Manician aus Alaska („Olympische Bewegung und Spiele 1894-1948“), der Norweger Halvor Kleppen („Die Welt des Skifahrens“) schließlich wurde zum Bronze Champion erkoren. 

Die deutschen IMOS-Aussteller  erzielten folgende Ergebnisse:
Gold:

  • Fritz Karpinski

Vermeil:

  • Thomas Lippert
  • Günter Woelk

 Silber:

  • Eberhard Büttner
  • Wolfgang Marx
  • Danielle Storz

Für die Literatur-Exponate erhielten IMOS, OSPC Berlin und Thomas Lippert Silber, Dr.Dieter Diehlmann Bronze zuerkannt. 

Lohn für die Aussteller war eine besonders
schöne Medaille . 

Nicht nur deutsche IMOS-Mitglieder stellten aus. Jörg Müller aus der Schweiz war ebenso in Beijing dabei (Silber) wie Masaoki Ichimura/JPN (Gold!), Boris Bazunow/RUS, Jorge Casalia/ARG, Jozef de Bont/BEL, Marc Boucher/FRA, René Christin/FRA, Robert Farley/GBR Naboru Hirasawa/JPN, Sandor Kurdics/HUN, Stefano Meco/ITA, Rufin Schullian/ITA und Robert Wilcock/GBR.

Gratulation allen Ausstellern aus den Reihen der IMOS! Sie haben einen würdigen Beitrag zum Erfolg dieser großartigen Präsentation olympischen Sammelns geleistet.

Dank gebührt den Organisatoren um Generalkommissar Feng Shula und seinem Stab sowie den vielen ungenannten Helfern und Helferinnen, die uns immer fühlen ließen, dass wir willkommen waren.

Thomas Lippert